Sportphysiotherapie

Bei der Sportphysiotherapie hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Viele Jahre bezog sich die eigentliche Tätigkeit des Sportphysiotherapeuten fast ausschließlich auf passive Behandlungsmethoden wie Massagen, Elektrotherapie oder Eis bis zur Schmerzfreiheit des Sporttreibenden. War der Schmerz austherapiert, wurde – und wird häufig leider immer noch – der Sportler als „geheilt“ zurück ins Mannschafts- bzw. Wettkampftraining entlassen. „Entlassen“ – denn ab hier war er auf sich allein gestellt , eine sportartspezifische Anpassung an seine im Sport benötigten Belastungsspitzen wurde ihm in der Rehabilitation nicht zuteil.Die motorischen Grundeigenschaften wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination wurden nicht berücksichtigt.

Nicht selten war der Sprung von Rehabilitaion zu Wettkampftraining zu groß und es stellten sich rasch erneut gesundheitliche Probleme ein!Fussballbeine500

Denn weder war es dem Therapeuten – mangels Wissen – möglich, die sportartspezifische Belastung des Patienten zu analysieren, noch dem Trainer, ein individuelles Aufbauprogramm mit Rücksicht auf die Wundheilungsphysiologie zu erstellen.Der qualifizierte Sportphysiotherapeut schließt mittels kosten- und zeitintensiver Fortbildung diese Lücke.

Er analysiert und dokumentiert die sportartspezifischen Belastungen des Patienten und erarbeitet einen absolut individuellen Rehabilitationsplan, der es gewährleistet, dass der Sportler wirklich nach Abschluß der Reha, seiner Disziplin entsprechend 100% belastungsfähig ist.Hierzu ist natürlich das Wissen um die Physiologie der Wundheilung, der komplizierten biomechanischen Zusammenhänge des Körpers und nicht zuletzt der Trainingswissenschaft unumgänglich, um den Athleten nicht zu unter- oder überfordern und stets entsprechend seiner verletzungs-abhängigen Belastungsfähigkeit im Aufbautraining zu begleiten – bis die Sportfähigkeit wieder hergestellt ist und er dem Trainer sozusagen „gesund“ übergeben werden kann.

 

Das Hauptziel der Reahabilitation ist das Wiedererreichen des Pre-trauma-Niveaus.In dieser Zeit des sogenannten medizinischen Fortschritts und in Anbetracht der Kostenexplosion im Bereich der medizinischen Versorgung, ist es nötig eine kritische Haltung zu bewahren. Dies liegt nicht allein in der Verantwortung der medizinischen Berufe, sondern impliziert ebenfalls die Aufgabe der Patienten, für Ihren eigenen Körper Verantwortung zu tragen. Wir müssen akzeptieren, daß die Rehabilitation und die Heilung, nach den verschiedensten Arten von Verletzungen, ein angeborener und normaler Körperprozess sind und dass die meisten Verletzungen „self-limiting“ sind, zumindest wenn wir diesen körpereigenen Vorgängen eine „faire“ Chance geben und die nötigen Reize und die für eine optimale Erholung notwendige Zeit ermöglichen.

 

Nachwort:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

aus wettbewerbsrechtlichen Gründen weisen wir an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass dieser Text ausschließlich der Information dient und nicht als Werbung zu verstehen ist. Wir geben mit diesem Informationstext weder ein Heilversprechen ab noch veröffentlichen wir hiermit eine Wirkungsbehauptung. Im Einzelfall kann eine dargestellte Behandlungsform nicht angezeigt sein und darf deshalb nicht durchgeführt werden .