|
„Ich bin am Knie operiert worden!“ Herzlich willkommen beim PHYSIO-team! Kürzlich sind Sie am Knie oder Sprunggelenk operiert worden. Sie können den Fortgang Ihrer Genesung selbst entscheidend positiv beeinflussen, indem Sie ein paar Kleinigkeiten beachten. Sicher – es ist gemütlich mit einem frisch operierten Knie auf dem Sofa zu liegen, ein Kissen in den Kniekehlen und ein zu Buch lesen. Aber es hilft Ihnen nicht, wenn das Knie in Beugung abheilt. Wir haben gemeinsam viel Arbeit Ihr Knie wieder dauerhaft in Streckung zu bekommen. Denn zum Stehen benötigen Sie ein gestrecktes Knie. Also, in Ruhestellung immer wieder die Streckung im Knie erarbeiten. Kontinuierlich und schmerzfrei. Gemäß den Gesetzmäßigkeiten des lymphatischen Systems bedenken Sie bitte folgendes: Es fällt durch die Wundheilung mehr Zellschrott“ an, als abtransportiert werden kann – deshalb ist Ihr Knie u.a. geschwollen. Wenn Sie nun mit zuviel Wärme (Sauna, heißes Bad, Sonnenbad oder Dusche) oder Kälte (Eispackungen, Cool-Packs) arbeiten, dann kommt es zu einer signifikanten Durchblutungssteigerung. Blut besteht u.a. aus Eiweißen. Eiweiße sind chemisch sehr bindungsfreudig mit Wasser. So lässt sich sagen: „wo viel Blut, da viel Wasser“ = Schwellung! Das Wachstum bzw. die Reparatureigenschaften von kollagenem Bindegewebe (das Material / Gewebe, aus dem u.a. Sehnen, Bänder und Muskeln bestehen) kann deutlich verbessert werden, wenn dem Körper viel Vitamin C zugeführt wird (nächstes mal möglichst schon vor der OP). Vitamin C ist z.B. enthalten in Citrusfürchten, Paprika, Kiwis, Broccoli und Kohlsprossen. Bevorzugen Sie Früchte und Obst, sie sollten bei der Vitamin C – Versorgung nicht auf Brausetabletten aus dem Hause „Aldi“ zurückgreifen. Eine lobenswerte Einrichtung namens „Muskelpumpe“ möchten wir Ihnen an dieser Stelle auch etwas näher erläutern. Blut- und Lymphgefäße, die die Wundbezirke von Stoffwechselschlacken und Zellschrott befreien, verlaufen in großer Zahl mitten durch diverse Muskeln und in Logen zwischen einzelnen Muskeln hindurch. Wenn nun diese Muskeln in Intervallen angespannt und lockergelassen werden, werden diese Gefäße leergepumpt, somit der Schwellungsherd beim Abschwellen unterstützt. Man glaubt es nicht, aber bei einer Übungsdauer von 5 Minuten je Stunde sind dort unglaubliche Resultate zu erzielen. Also – nicht 1 Stunde nur am Samstag „pumpen“, sondern regelmäßig häufiger am Tag für eine kurze Zeit. Kurzum, wenn Ihnen der Arzt für die Vollbelastung grünes Licht gegeben hat, dann nutzen Sie es auch aus und unterfordern sich nicht. Jedoch hat der Schmerz auch an dieser Stelle eine wichtige Warn- und Hinweisfunktion. Verrichten Sie alles, was nicht schmerzt. Aber nutzen Sie die schmerzfreien Möglichkeiten der Bewegung voll aus. Dann wird es schon wieder!
Weitere interessante Informationen über Wundheilung, Ernährung und Belastungsfähigkeit können Sie unseren Info-Broschüren oder unserer Internetpräsenz www.physio-team.com entnehmen. |
|||