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So, hier wird es richtig interessant! Ein Patient (Ironman) hat unsere Patienteninformation gelesen und ins “Ironman-Forum” (www.ironman.de) gesetzt. Die daraufhin einsetzende Diskussion können Sie hier verfolgen! Stretching - ''komische'' News - Euer Statement gefragt!!! Geschrieben von DAN am 17. Juli 2000 um 18:17:16: da hab ich mir doch kurzfristig nochmal eine Massage verpassen Bei der Physio Praxis wo ich war, liegt folgende Broschüre aus mit dem Stretching NICHT sinnvoll ! habe selber noch nicht alles in der Kürze davon gelesen. ---->habe den beiden Autoren gesagt, das ich das mal gerne hier posten möchte. ! Hab mir den Text als Worddokument per e-mail schicken lassen. Cheers DANMAN Geschrieben von Thorsten am 17. Juli 2000 um 20:10:21: Na dann liege ich ja schon seit Jahren auf dem richtigen Kurs. Stretching fällt bei mir fast immer aus, zugunsten von Abhocken und Nachfüllen von Elektrolytgetränken (Paulaner). Dieser Artikel nimmt mir den letzten verbliebenen Rest von schlechtem Gewissen, wenn ich andere im Trainingslager Ewigkeiten beim Dehnen sehe. Für meine operierte Schulter gilt dagegen wohl eher, daß ich "vom Schreibtischtäter zum Briefträger werde" und die durch monatelange Schonhaltung verkürzten Muskeln wieder in ihre alte Form bringe. Mühsames Spielchen, ich sag's euch! Geschrieben von Heiko am 17. Juli 2000 um 19:43:42: Da bin ich sehr skeptisch! Ich habe nicht alles detailliert gelesen aber z.B. die Aussage "Der Muskel an sich ist ein „dummes Stück Fleisch!" finde ich schon komisch. Wenn ich daran denke, wie gelenkig manche Sportler sind (Bodenturner, etc), kann ich mir nicht vorstellen, wie man das ausser durch dehnen noch erreichen soll. Aber ich lasse mich gerne aufklaeren und mache weiterhin nach jedem Lauf mein Stretching. Heiko Sieh nach auf unserer Praxishomepage WWW.physio-team-barsinghausen.de dort kannst Du Dich so richtig sattlesen!!! CU Geschrieben von Ralf am 17. Juli 2000 um 22:45:48: Muskeln sind dumm! Selbst ein Brot kann ich auf 50 cm Länge bringen, ohne festzustellen: "Hm...verdammt schlau, dieses
Brot!" Muskulatur ist in seiner Funktion nicht eigenständig, sondern auf Impulse des Nervensystems angewiesen, kann also
NICHT eigenständig Entscheidungen ("Ich spanne mich jetzt mal an/ ich lasse mal locker") treffen. So etwas kann man getrost als "dumm" betiteln! Geschrieben von Uschi am 17. Juli 2000 um 19:49:08: schon mal 'ne Bemerkung zu den gelenkigen Turnern. Geschrieben von Hagen am 17. Juli 2000 um 20:11:09: Als Antwort auf: Re: Stretching geschrieben von Uschi am 17. Juli 2000 um 19:49:08: Turner, Karatekämpfer e.t.c. brauchen ja nicht unbedingt stolz darauf zu sein, daß sie instabile CU Hagen Geschrieben von Heiko am 17. Juli 2000 um 21:59:42: Als Antwort auf: Re: Strething geschrieben von Hagen am 17. Juli 2000 um 20:11:09: Nach dem Schwimmen und Radfahren nicht zu dehnen, sehe ich ein. Dort brauche ich es auch nicht unbedingt. Aber nach dem Laufen? Ohne Stretching wuerde ich mittlerweile rumrennen wir Robocop :-) Gerade nach langen und/oder schnellen Laeufen brauche ich Stretching ganz besonders, um wieder beweglich zu werden. Heiko
Als Antwort auf: Re: Stretching geschrieben von Heiko am 17. Juli 2000 um 21:59:42: Es gibt k e i n e Studie, die die Wirksamkeit des Dehnens bestätigt. Spar Dir die Zeit. Es sind alles subjektive Empfindungen. Geschrieben von Ralf am 17. Juli 2000 um 22:11:12: Als Antwort auf: Re: Stretching geschrieben von Heiko am 17. Juli 2000 um 21:59:42: Warum brauchst Du Stretching um wieder beweglich zu werden? Du glaubst doch nicht im Ernst, daß Deine Beweglichkeit
sich durch Laufen verringert ???!!! Die Ver- und Entsorgung der Muskulatur wird durch Stretching nicht verbessert - eher
vermindert! Was hast Du davon, wenn die ganze Grütze - durch Stretching - ins Zwischenzellgewebe des Muskels gequetscht wird? Worauf es ankommt, ist die Erholung des Muskels = Entsorgung des Mülls und das erreichst Du durch
eine Stoffwechselverbesserung (Auslaufen, Schüttelungen, Sauna ...)- nicht aber durch Stretching! Geschrieben von Hagen am 18. Juli 2000 um 00:04:44: Als Antwort auf: ??? geschrieben von Ralf am 17. Juli 2000 um 22:11:12: na endlich mal einer der mitdenkt! ;-) Hallole, Ihr habt doch nicht geglaubt, dass Ihr über so ein Thema ohne mich palvern könnt! Ich versuche es kurz zu machen: Bei Muskelarbeit schieben sich Aktin- und Myosinfilamente immer wieder ineinander (anspannen) und werden getrennt durch diverse chemische Prozesse bei der Muskelarbeit (sieht ungefähr im Modell aus wie ein Achter beim Rudern). Die Trennung der Muskeln beginnt aber mit der Zeit,ebenso wie die Kontraktion(Zusammenziehen), zu ermüden. was am Ende ist, das die Filamente sich nicht mehr von einander lösen und der Muskel seine Ursprungslänge nicht mehr selber erlangen kann. Wird der Muskel jetzt nicht unterstützt, so bleibt er in dieser Stellung und verkürzt mit der Zeit bzw sein Tonus (Spannung) bleibt erhöht. Dies kann ich mit vorsichtigem Dehnen nach JEDEM!!!! Sport, auch S und R, vermeiden. Es gibt Stidien, welche belegen, dass ein gut gedehnter Muskel bis zu 20%!!! meht Leistung bringen kann. Ihr sollt Euch ja nicht gleich chinesischstaatszirkusreif dehnen, dass geht in der Tat auf die Bänder und Sehnen (Verbindung zw. Muskel und Knochen). Noch Fragen ??? Euer Udo Geschrieben von Hagen am 18. Juli 2000 um 23:25:05: Als Antwort auf: Stretching,die 2. geschrieben von Udo am 18. Juli 2000 um 12:32:39: Da muß ich Dich leider entäuschen. Ich habe noch keine Studie gesehen, die die Wirksamkeit des Dehnens belegt. Zeig mir bitte eine mit Quellenangaben, WWW u.s.w. CU Geschrieben von Uschi am 18. Juli 2000 um 16:14:05: Als Antwort auf: Stretching,die 2. geschrieben von Udo am 18. Juli 2000 um 12:32:39: Hai zusammen, also ich bin jetzt auch schon ein paar Jahre sportlich aktiv Ich hatte Phasen mit sehr viel Dehnen, stretchen nennt es wie Ich denke dieses "Recken und Strecken" wie es hier mal genannt Für mich ist es viel wichtiger zu hören, was mein Körper so an Gerade Mark Allen ist doch das beste Beispiel, wenn er schon Das sind für mich Dinge auf die es ankommt und nicht, ob und Geschrieben von Ralf am 18. Juli 2000 um 13:44:13: Als Antwort auf: Stretching,die 2. geschrieben von Udo am 18. Juli 2000 um 12:32:39: erst mal vielen Dank, für die Aufnahme dieses Themas in dieses Forum! Ein paar Zeieln zu Udo, wenn ich darf?: Was die Arbeitsweise der Muskulatur angeht: Stimmt! Udo schrieb: "Es gibt Stidien, welche belegen, dass ein gut gedehnter Muskel bis zu 20%!!! meht Leistung bringen kann." Udo schrieb: "Und lernt auch noch mal das Dehnen neu, da werden verdammt viele Fehler aus Turnvater Jahn's Zeiten gemacht."
ralf Geschrieben von Hans - Peter am 18. Juli 2000 um 15:38:04: Als Antwort auf: Na ja ... :-) geschrieben von Ralf am 18. Juli 2000 um 13:44:13: Ich kann mit theoretischen Details zum Muskel nicht dienen, wohl aber mit praktischen, nämlich eigenen Erfahrungen aus ca. 20 Jahren Leistungssport, davon 13 Jahre Fußball ( 3x Training und 1 Spiel / Woche ) sowie 4 Jahre Laufen und 4 Jahre Triathlon ( tägliches Training ). Während diesen 20 Jahren habe ich immer gedehnt ( zugegeben in der Anfangszeit als Fußballer etwas anders wie heute ) und war genau 1x verletzt, nicht direkt am Muskel, sondern Meniskus während eines Fußballspiels. Ich bin überzeugt, daß diese geringe Verletzungsanfälligkeit wesentlich mit dem Dehnen zusammenhängt. Seit 3-4 Jahren dehne ich i.d.R. täglich, zumindest die Beinmuskulatur. Ist mir dies nicht möglich, z.B. beruflich bedingt, habe ich am nächsten Morgen beim Aufstehen viel eher das Gefühl, z.B. einen Krampf zu bekommen, d .h. ich bin wesentlich weniger entspannt. Dies ist keine Einbildung. Ich werds aufgrund meines subjektiven Empfindens weitertun. Abschließend ein Zitat von M. Allen, das ich vor ca. 2 Jahren gelesen habe: " Es ist in den letzten Jahren kein Tag vergangen, an dem ich nicht zumindest die Beinmuskulatur gedehnt habe. " Kann der große Meister so irren? Deine Aussagen widersprechen auch jeglichem Training, das im Profisport gelehrt und praktiziert wird ( Fußball, Leichtathletik ). Geschrieben von Ralf am 18. Juli 2000 um 16:59:52: Als Antwort auf: Re: Na ja ... :-) geschrieben von Hans - Peter am 18. Juli 2000 um 15:38:04: Sagen wir mal provokatic: "Du hast TROTZ Dehnen nur eine Verletzung gehabt." Der Rest, den Du beschreibst, sind leider
nur die althergebrachten Argumente, denen jede Grundlage fehlt. Etwas zu machen, weil es immer so gemacht wurde,
"sogar XYZ hat das gemacht!", zählt im Hinblick auf eine genaue Beurteilung nicht. Deshalb nicht, weil Dein Hirn bestimmt,
welche Länge, bzw. welche Spannung der Muskel zu haben hat - egal was Du gerade tust: Du kannst Dir sogar beim
Zeitungslesen vorstellen, Deine Muskeln werden lang. Anschl. legst Du die Zeitung weg und kontrollierst den Erfolg - rate mal was Du feststellen wirst! - Richtig. Der Muskel IST "länger"! Danke für die Diskussion! Ralf PS: Auch ein Meister kann irren! - Muss er aber nicht. Geschrieben von Markus am 18. Juli 2000 um 13:42:03: Als Antwort auf: Stretching,die 2. geschrieben von Udo am 18. Juli 2000 um 12:32:39: Ich bin kein Medizinmann, aber deine Erklärungen und die fundierten Aussagen im besagten Artikel setzen mich in einen Zwiespalt. Gibt es einen goldenen Mittelweg? Ich bin solange ich denken kann sehr steif. Danke im voraus für Deinen sicher abermals sehr Viele Grüße!
Als Antwort auf: Schrittl¦nge usw. geschrieben von Markus am 18. Juli 2000 um 13:42:03: Warum Du "steif" bist, ist die Frage! Warum sorgt Deine Muskulatur für eine erhöhte Spannung, läßt keine großen Bewegungsausmaße zu ? In der Regel ist Dein Hirn bemüht jedweden Schaden dem Körper fernzuhalten. Will heißen, würde mehr Bewegung vorhanden sein, würde es - vermutlich - zu Problemen im Bewegungsapparat kommen. Die Musk. schützt so - durch ihre Spannung - defekte oder nicht komplett funktionsfähige ("ausgerenkte", blockierte) Gelenke besonders im Bereich der Wirbelsäule! Tip: Laß Dich mal von einem "anständigen" Physiotherapeuten von oben bis unten durchchecken! Gruß Ralf Geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:46:10: Moin alle zusammen. Ich habe es gestern nicht mehr geschafft, mein Training, nebst Familie ging vor! Ich glaube, es ist an der Zeit mal Klarheit in einige Dinge zu bringen, denn es werden immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen - und umgekehrt, woran ich nicht ganz unschuldig bin :-(. Eigentlich besteht die Diskussion aus ZWEI Themenbereichen: und 2.)Wirkt sich Dehnen/Stretching ÜBERHAUPT so (s. Pkt. 1) auf die Muskulatur, bzw. auf den Organismus aus? Wird der Muskel tatsächlich durch Dehnen länger, bzw. nimmt seine Spannung ab ? Solange beide Punkte vermischt werden ist eine Beurteilung natürlich so gut wie unmöglich. Meine Erfahrung am eigenen Körper: Ich kann mich nicht an meine letzte Stretchingeinheit erinnern, vermutlich während
der Ausbildung 1987, regelmäßiges Dehnen liegt jedoch ca. 15 Jahre im Rahmen vom Kampfsporttraining zurück. D.h.,
normal müßte "ich steiff sein wie ein Bock" - bin ich aber nicht, keine Ahnung warum. Auch bin ich nicht hypermobil (vom
Typ her überbeweglich), eigentlich ganz normal. Für die nicht Fachkundigen: Es gibt ganz grob drei verschiedene Typen
von Menschen: I. Überbewegliche, die können trainieren soviel sie wollen und werden nicht "steif" in den Gelenken; II.
Normalos - wie ich, die können sich ganz gut bewegen, übermäßige Gelenkausschläge (Spagat) sind allerdings nicht zu
erwarten - beim Dehnen zieht's auch schon bei nicht allzuweiter Dehnposition im Oberschenkel; III. Unterbewegliche, denen der Liebe Gott ein nicht so umfangreiches Bewegungspotential mitgegeben hat. Typ II-Menschen sind mit einer mittleren Muskellänge, normal (= wenig) dehnbarem Bindegewebe und einer normalen
Muskelspannung ausgestattet. Die Muskulatur führt hier also nur Bewegungen in einem für die Gelenke unproblematischen
Rahmen aus. Sicherlich wäre noch etwas Spiel möglich bevor es zu Gelenkproblemen käme, aber wer fährt schon immer Vollgas! Diese drei Typen sind alle GESUND, unterscheiden sich jedoch z.T. enorm voneinander! Dehnt sich nun ein Typ-III-Mensch, kommt es zu einer "dramatischen" Druckerhöhung auf der Gelemkseite, die nicht gedehnt wird - nicht gerade gut für's Gelenk! Aber ich denke, daß führt hier zuweit - biomechanisch (Udo) wäre es jedenfalls unklug - oder? All diese Typen werden nun beim Sport in einen "Sack gesteckt" und müssen DEHNEN (warum; komme ich noch zu). Für den einen (Typ I) ist es geradezu angeordnete (oder freiwillige) Körperverletzung, für den anderen (Typ-III) nicht gerade gelenkverträglich und Typ-II kann es tolerieren. Wir maßen uns an, dem Körper "zu zeigen, wo's langgeht", er ist scheinbar nicht in der Lage, das Beste für sich
ermöglichen zu können. Deshalb dehnen wir hier und kräftigen dort, weil wir der Meinung sind, so oder so müßte es richtig
sein! Udo beschrieb "minimale Abweichungen, um ein Ungleichgewicht entstehen zu lassen" - DIESE ABWEICHUNGEN
VERURSACHEN WIR SELBER - durch Dehnen und Kräftigen, weil wir unseren Körper nicht so hinnehmen können/wollen wie er ist!!! Der Organismus hat sich im Laufe von millionen von Jahren perfekt adaptiert, kann gefährliche
Krankheitserreger bekämpfen, Wunden verschließen, aus Nahrung Energie machen. Und plötzlich kommt im 18.
Jahrhundert einer daher und sagt: "Eure Muskeln sind zu kurz, Ihr müßt sie länger machen! Dehnt sie!" Lieber Udo, DASS
waren die Päpste, die Du in Deinem Posting anführst! Sie hatten KEINERLEI Ahnung von den physiologischen Grundlagen
des Bindegewebes; hatten KEINE Ahnung, auf welche Strukturen ihre Dehnerei wirklich greift, hatten KEINE Ahnung von den neuro-humoralen Zusammenhängen und ebenfalls KEINEN Schimmer von den Steuerungssystemen des Körpers. Es
waren "Turnväter", die sahen, dass Dehnen über einen langen Zeitraum hinweg in den Gelenken größere Ausschläge
ermöglicht. Heute wissen wir, dass Collagenes Bindegewebe eine turn-over-Rate von 300-500 Tagen besitzt (d.h., das
Grundgerüst des Körpers erneuert sich komplett (außer Knorpel) innerhalb von 300-500 Tagen) Wir wissen auch, daß sich
der Körper anpasst, an alles, was ihm entgegentritt - auch wenn es Jahrtausende dauert. Wenn ich trainiere, "zerstöre" ich
das Milieu des Körpers, mit der Antwort, daß er merkt: "Aha, bin nicht stark/beweglich genug, da muß ich mich wohl
verbessern!" und das wiederaufgebaute Gwebe - z.B. nach einem Krafttraining - durch die Superkompensation -
besser/kräftiger ist, als vorher. So erklärt man die Leistungssteigerung (Beim Krafttraining liegt die Superkompensation etwa bei 24-48 Stunden - trainiert man hier erneut, kommt es zu einem Kraftzuwachs!) Udo führt ferner an: "Spieler und Gegenspieler sollten immer in einem guten Verhältnis zueinander stehen." Er meint, dass
Muskeln auf der Vorder- und Rückseite - z.B. des Oberschenkels - optimal zusammenarbeiten (wie es der Körper - pfuscht
man ihm nicht irgendwie rein - von alleine gewährleistet). Also gehört zum "Dehnen" (wenn es denn entgegen meiner
obigen Ausführungen überhaupt funktionieren sollte !!!) das Kräftigen der gegenüberliegenden Muskulatur - UND ZWAR SO
, dass der gekräftigte Muskel auch die VOLLE vorher durch Dehnen erreichte Gelenkstellung erreicht! Schafft es der Muskel
NICHT, diese Position aktiv - ohne nachzuhelfen(!)zu erreichen, erarbeite ich mir ein instabiles Gelenk (!), denn die
passive (nicht muskulär geschützte)Beweglichkeit ist größer, als es die Muskulatur halten/sichern kann. Na Malzeit! Wenn
das der Liebe Gott gewollt hätte... ! Wer ehrlich ist, wird zugeben (müssen), dass ihm das nicht gelingt - weil es ihm nicht
gelingen KANN! Es sei denn man arbeitet dermaßen an der "Zerstörung" des Bewegungsapparates, dass er es eines Tages
nicht mehr verhindern kann und tatsächlich so beweglich wird, wie man es von ihm verlangt - man darf sich dann aber
nicht Jahre später über seinen anfälligen Körper beschweren - er hat sich lange genug gewehrt! (Ähnlich verhält es sich
übrigens mit Ernährung und Giften wie Alkohol, Zucker oder Nikotin. Irgendwann kann er die Atacken gegen ihn nicht mehr tolerieren, er wird krank! Hoffentlich habe ich nix vergessen? Denn jetzt geht's an die NEUROLOGISCHE Komponente - aber etwas kürzer :-) Die Zentrale (Hirn) weiß ganz genau, welche Bewegungsausmaße beim regelmäßig betriebenen Sport notwendig sind, schließlich laufe ich nicht 20 Meter und benötige ca. 30 Schritte, sondern - in Eurem Fall - tausende von Metern mit entprechender Schrittzahl. Je mehr eine Belastung stattfindet, desto mehr zerstöre ich das Niveau, dasto mehr arbeitet der Körper daran, die Belastung leichter werden zu lassen (siehe gabz oben). Folge: Die Schrittlänge WIRD größer, da ständig ein Reiz eintritt. Diesen möchte der Körper verringern, das Bindegewebe wird (300-500 Tage !!!) länger. ABER!: (ohne intensives Dehnen) in einem Maße, welches der Körper vertreten kann! Wird gedehnt, bzw. die Spannung aus der Muskulatur genommen, glaubt doch wohl bitteschön keiner, der Körper ist so blöd, sich sagen zu lassen: "Deine Spannung ist zu hoch, runter damit!" Nein, zehn Minuten nach der Detonisierung ("Spannungsabnahmen-Behandlung") ist alles wieder beim alten! Udo, detonisiere in der Praxis mal einem Patienten oder Gesunden die Hamstrings (meinetwegen 30 Minuten oder länger) bis Du eine signifikante Zunahme der Beweglichkeit siehst. Laß ihn 5-10 Minuten unter normalen Umständen herumspazieren (meist reicht auch schon das Hinstellen und wieder Hinlegen). Dann versuche die vorher erreichte Position wieder einzunehmen - UNMÖGLICH! Glaube es mir bitte NICHT - Stelle es selber fest! Wir haben es bei 86 Gesunden, Patienten, Kindern, Erwachsenen, Sportlern und Nicht -Sportlern getestet - nicht ein einziges mal war die Wiedereinnahme des vorher erreichten möglich! Das Hirn reguliert diese Spannung um Schaden vom System fernzuhalten, um jederzeit Stabilität zu gewährleisten ... Wie käme das Hirn dazu, die Muskelspannung zu senken, nur weil jemand daran zieht?! Nein, das Hirn erfährt - über die von Dir beschriebenen Systeme, die den Muskel umgebenen Nerven - jederzeit, in welcher (Spannungs-) Situation er sich befindet. Niemals, aber auch wirklich nie wird es Dir gelingen, einem nicht Hirngeschädigten am Muskel zu ziehen, ohne eine Spannungszunahme zu erreichen, also dem Hirn zu sagen :"Achte mal nicht drauf, was ich jetzt mache, es passiert schon nix!" Das Hirn ist so auf Gefahren sensibilisiert, daß es ganz genau aufpaßt, was Du tust. Und wenn Du am Muskel ziehst, erhöht sich die Spannung, da kannst Du sagen, was Du willst! Fazit: (endlich :-) !) Abschließend: Wir haben unsere Artikel an zig Ärzte, Trainer, Lehrer,... gefaxt und gemailt, mit der Bitte um Stellungnahme oder Kritik.
Nicht eine (=0) Antwort ist bis heute eingegangen. Warum? Weil das Gerüst "Dehnen" und alles was es bringen soll auf
Luftblasen gebaut ist. Alle im folgenden benannten - wissenschaftlichen (!)- Arbeiten widerlegen alle Dehnprotagonisten, bzw. legen den Grundstein obiger Ausführungen. Natürlich kann jeder so weitermachen wie bisher, vielleicht etwas weniger Dehnen, vielleicht auch "jetzt erst recht!" umso mehr Dehnen. Alles kann bleiben wie es war. Auf jeden Fall wißt Ihr jetzt, was Ihr tut, wenn Ihr es tut und wenn Ihr es so wollt - ich bin Physiotherapeut und freue mich über jeden Patienten :-) Danke an alle, die bis hier durchgehalten haben, für Euch habe ich jetzt vier Stunden am Rechner gesessen - und zwar sehr gerne! Ralf
1.Brokmeier, A. Manuelle Therapie, Enke Verlag 2. Aufl. 1996 2. Hagbarth, K.-E., Hagglund, J.V., Nordin, M. & Wallin, E.U. (1985) Thixotropic behaviour of human finger flexor muscles with ac companying changes in spindle and reflex responses to stretch. Journal of Physiology, 368, 323-42. 3.Herring, S.W., Grimm, A.F. & Grimm, B.R. (1984) Regulation of sarcomere number in skeletal muscle: a com-parison of hypothe ses. Muscle and Nerve, 7,161-73 4.Holly, R.G., J.G. Barnett, C.R. Ashmore, R.G. Taylor, P.A. Mol6. Stretch-induced growth in chicken wing mus-cles: a new model of stretch hypertrophy. American Journal of Physiology 238 (1980), C 62 - C 71. 5. Holt, L.E., T.M. Travis, T. Okita: Comparative study of three stretc-hing techniques. Perceptual and Motor Skills 31(1970), 611 - 616. 6. Hutton, R.S., J.L. Smith, E. Eldred:Post-contraction sensory discharge from muscle and its scource. J. Neuro-physiol. 36 (1973) 1090 - 1103. 7. Hutton, R.S. (1984) Acute plasticity in spinal segmental pathways with use: implications for training. In M. Kumamoto (ed.) Neural and Mechanical Control of Movement, pp. 90 - 112. Yamaguchi Shoten, Kyoto. 8. Lakie, M. & Robson, L.G. (1988) Thixotropic changes in human muscle stiffness and the effects of fatigue. Quarterly Journal of Expe rimental Physiology, 73, 486-500. 9. Magid, A. & Law, D.J. (1985) Myofibrils bear most of the resting tension in frog skeletal muscle. Science, 230, 1280-2. 10. Sherrington, (1906) The Integrative Action of the Nervous System. Yale University, New Haven. 11.Schober, H., W. Kraif, G. Wittekop{ H. Schmidt: Beitrag zum Einfluß verschiedenerDehnungsformen auf das muskuläre Entspannungsverhalten des M. quadrizeps femoris. Medizin und Sport 30 (1990) 3, 88-91. 12. Tabary, J.C., Tabary, C., Tardieu, C., Tardieu, G. & Goldspink, G. (1972) Physiological and structural changes in the cat's soleus muscle due to immobilization at different lengths by plaster cats. Journal of Physiology, 224, 23~-44. 13. Williams, P.E. (1988) Effect of intermittant stretch on immobilized muscle. Annals of the Rheumatic Diseases, 47, 1014-16. 14. Williams, RE. & Goldspink, G. (1978) Changes in sarcomere length and physiological properties in immobilized muscle. Journal of Anatomy, 127, 459-68. 15. Williams, P.E. & Goldsping, G. (1984) Connective tissue changes in immobilized muscle. Journal of Anatomy, 138, 343-50. 16. Wiemann, K., Klee, A., Startmann, M., Filamentäre Quellen der Muskelruhespannung und die Behandlung muskulärer Dysbalancen. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Nn 4 (1998) 17. Wydra,G.,Bös,K.,Karisch,G.,Zur Effektivität verschiedener Dehntechniken. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Nn 9 (1991) 18. van Wingerden, B.A.M., Bindegewebe in der Rehabilitation, Scipro Schaan Liechtenstein (1998)
Geschrieben von Michael Lierke (MikeL am 21. Juli 2000 um 21:57:58: Als Antwort auf: Dehnen!!! Das Puzzle wird zusammengesetzt! geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:46:10: Moin Ralf! Dein Bericht ist allererste Sahne! Ich habe ihn gleich ausgedruckt und meinem Praxis-Team als Pflichtlektüre dagelassen, während ich selbst jetzt erstmal für zwei Wochen an die Ostsee fahre. Ich selbst ordne mich dem Typ-II zu und kann Deinen Worten nur voll zustimmen. Als ich selbst noch aktiver Sport getrieben habe (Leichtathletik, 100m-Sprint - Ich hoffe, damit habe ich mich nicht hier im Ironman-Forum geoutet ;-), hatte ich ständig mit "Verkürzungen" der Semi-Gruppe zu tun. Gedehnt und gestrecht habe ich wie ein Wahnsinniger, was mir außer einigen Faserrissen allerdings nichts gebracht hat. Seit ich meine Sportaktivität 1987 gedrosselt habe, dehne ich nicht mehr und gleichzeitig die Anfälligkeit in meinen hams verloren, die heute wesentlich flexibler geworden sind. Rückblickend muß ich feststellen, dass meine damaligen Verkürzungen eine funktionelle Anpassung an mein derzeitiges Trainingspensum waren. Einziger nachteil: Heute laufe ich die 100 m ca. zwei sekunden langsamer ;-) Kollegiale Grüße Michael www.mtk-physio-de Danke. Mit dem Material würde die Zeitung Triathlet zehn Ausgaben füllen (kT) Geschrieben von Markus am 21. Juli 2000 um 14:33:22: Als Antwort auf: Dehnen!!! Das Puzzle wird zusammengesetzt! geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:46:10: Da frag ich doch mal nach... Geschrieben von George am 21. Juli 2000 um 12:16:17: Als Antwort auf: Dehnen!!! Das Puzzle wird zusammengesetzt! geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:46:10: Hallo Ralf, Auszeichnung für diesen ausführlichen Artikel über Sinn oder Unsinn des Dehnens. Für mich als Laien zwar teilweise nur schwer verdaulich und natürlich auch gegen die Mehrzahl der veröffentlichten Artikel. Tja, und da dachte ich, frag doch mal nach (nicht, daß ich da was falsch verstanden habe?) Nun an dich die Frage als Experten, wie ich das Ungleichgewicht der Schrittlänge abbauen kann (durchaus auch langfristig): Würde mich über eine Antwort freuen, Gruß, George
Geschrieben von Uschi am 21. Juli 2000 um 14:06:57: Als Antwort auf: Da frag ich doch mal nach... geschrieben von George am 21. Juli 2000 um 12:16:17: ... was Du über das Staksen nach längeren Läufen und Stark!!! Danke... Geschrieben von Frank Muschalek am 21. Juli 2000 um 10:03:44: Als Antwort auf: Dehnen!!! Das Puzzle wird zusammengesetzt! geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:46:10: Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Bestätigt wieder einmal meine Vermutung. Bei jeder sportärtzlichen Untersuchung/Leistungs Viel wichtiger erachte ich: Vor jdem Training gut aufwärmen und locker ausfahren/laufen... Hang loose und Aloha Geschrieben von rob am 21. Juli 2000 um 08:49:26: Als Antwort auf: Dehnen!!! Das Puzzle wird zusammengesetzt! geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:46:10: ausführlich und verständlich, danke ralph Hallo Webmaster! Geschrieben von Ole B. am 21. Juli 2000 um 10:48:55: Als Antwort auf: Dehnen!!! Das Puzzle wird zusammengesetzt! geschrieben von Ralf am 20. Juli 2000 um 22:44:53: Ralf verdient eine Auszeichnung für das umfangreichte Posting! Ole
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